Was sind die Auslöser und Ursachen für empfindliche Haut
Empfindliche Haut ist meist die Folge einer geschwächten Hautschutzbarriere. Diese natürliche Barriere setzt sich im Wesentlichen aus einem Gemisch von Lipiden und abgestorbenen Hautzellen zusammen. Sie bewahrt die Haut vor schädlichen Einflüssen von außen und ist wichtig, um ausreichend Feuchtigkeit in der Haut zu halten. Wird die Funktion der Hautschutzbarriere gestört, kann die Haut empfindlicher werden. Diese Überempfindlichkeit kann durch verschiedene interne und externe Faktoren ausgelöst werden.
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Umwelteinflüsse: Extreme Temperaturen, Wind, UV-Strahlung oder Luftverschmutzung sind häufige Auslöser für eine geschwächte Hautschutzbarriere und damit einhergehender empfindlicher Haut.
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Stress und Schlafmangel: Emotionale Belastungen und ungenügender Schlaf erhöhen die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, was wiederum die Hautschutzbarriere schwächen kann.1
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Genetik: Durch eine genetische Veranlagung neigen manche Menschen von Natur aus zu überempfindlicher Haut.
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Falsche Pflege: Aggressive Reinigungsprodukte oder übermäßige Hautpflege können die Hautschutzbarriere auf Dauer stark beanspruchen.
Empfindliche Haut in der Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft kommt es zu Veränderungen im Hormonhaushalt der werdenden Mutter. Diese können auch die Haut beeinflussen. Einige Frauen entwickeln in dieser Zeit empfindliche Haut, selbst wenn sie zuvor keine Probleme damit hatten. Hier ist es sinnvoll, für die Dauer der Schwangerschaft sowie gegebenenfalls der Stillzeit deine Hautpflege entsprechend anzupassen. Setze auf beruhigende Pflegeprodukte für empfindliche Haut mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen und lasse dich bei Unklarheiten vorab in der Apotheke oder beim Dermatologen beraten.
Empfindliche Haut bei Berührung
Bei einigen Menschen reagiert die Haut schon bei leichten Berührungen mit einer starken Empfindlichkeit. Dies kann sich in Kribbeln, Brennen oder einem pelzigen Gefühl äußern. In manchen Fällen löst die Berührung der Haut sogar Schmerzen aus. In diesen Fällen ist es möglich, dass eine Sensibilitätsstörung vorliegt. Um abzuklären, ob es sich um eine harmlose, vorrübergehende Missempfindung oder ein ernsteres Anliegen handelt, ist ärztlicher Rat zu empfehlen.
Empfindliche Haut im Winter und bei Kälte
Im Winter wird die Haut durch Kälte und trockene Heizungsluft besonders beansprucht. Die Kombination aus Temperaturwechseln und niedriger Luftfeuchtigkeit entzieht der Haut wichtige Feuchtigkeit und schwächt ihre Schutzbarriere. Im Winter sollte deine Hautpflege für empfindliche Haut deshalb reichhaltiger und nährender formuliert sein als im Sommer – wie beispielsweise der Ultra Reparierender Balsam. Achte bei fettiger und/oder zu Unreinheiten neigender Haut jedoch auch hier auf nicht komedogene Produkte, um die Poren nicht zu verstopfen.
Sonnenempfindliche Haut: Warum man besonders aufpassen sollte
Durch eine geschwächte Hautschutzbarriere ist empfindliche Haut oft besonders anfällig für die Auswirkungen von UV-Strahlung. Zu den typischen Merkmalen von sonnenempfindlicher Haut zählen das schnelle Auftreten von Rötungen nach kurzer Sonnenexposition, Spannungsgefühle und Juckreiz. Zudem neigt die Haut häufig zu Sonnenallergien wie beispielsweise der Mallorca-Akne. Trage daher täglich eine Sonnencreme für empfindliche Haut mit Lichtschutzfaktor 20 oder höher auf, um die sensible Haut vor UV-Strahlung zu schützen. Für das Gesicht kannst du alternativ auch eine Gesichtscreme für empfindliche Haut mit integriertem LSF verwenden.
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Tipp: Nach dem Sonnenbaden kann eine kühlende After-Sun-Pflege mit Aloe vera oder Panthenol helfen, die Haut zu beruhigen.