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Urea, auch Harnstoff genannt, ist ein natürlichen Feuchthaltefaktor (NMF, kurz für Natural Moisturizing Factor), den die Haut für ihren Feuchtigkeitshaushalt bildet. Als Feuchthaltemittel ist Urea in der Lage, Wasser zu binden und in der Haut zu speichern – ideal bei sehr trockener Haut. In höherer Konzentration hat Urea darüber hinaus hornlösende (keratolytische) Eigenschaften, wodurch sogar extrem raue und unebene Haut wie etwa bei Reibeisenhaut (Keratosis pilaris) glatter und geschmeidiger wird.

Wissenswertes über Urea

  • WIE WIRKT UREA AUF DIE HAUT?

    Abhängig von der Konzentration kann Urea das Erscheinungsbild trockener, rauer und schuppiger Haut auf zweifache Weise verbessern: Einerseits spendet es Feuchtigkeit und glättet die Hautstruktur, andererseits wirkt es hornlösend und kann die Ablagerung loser Hautzellen verringern.
  • WAS SIND DIE VORTEILE VON UREA?

    Als wasserbindender Wirkstoff ist Urea besonders effektiv bei trockener und sehr trockener Haut, da er intensiv und nachhaltig Feuchtigkeit spendet. Gleichzeitig wirkt der Harnstoff abschuppend und entfernt abgestorbene Hautzellen, wodurch trockene, raue und schuppige Haut sanft geglättet wird. In höheren Konzentrationen (ab ca. 10 %) kann Urea auch Juckreiz mildern und ist bekannt für seine hornlösende Wirkung bei Hornhaut und Reibeisenhaut. Dank dieser vielseitigen Wirkungsweise ist Urea ideal für die Hautpflege und speziell für Feuchtigkeitspflege bei trockener Haut geeignet.
  • FÜR WEN IST UREA GEEIGNET?

    Die feuchtigkeitsspendenden und hornlösenden Eigenschaften von Urea machen es zu einem idealen Inhaltsstoff für alle mit trockener Haut oder einer Verhornungsstörung wie Reibeisenhaut (Keratosis pilaris). In geringen Konzentrationen unter 10 % kann es auch problemlos auf empfindliche Haut angewandt werden.
  • KANN UREA MIT ANDEREN WIRKSTOFFEN KOMBINIERT WERDEN?

    Urea kann mit fast jedem gängigen Wirkstoff kombiniert werden, hat aber eine besonders effektive und feuchtigkeitsspendende Wirkung in Verbindung mit anderen Feuchthaltefaktoren (NMF) wie Hyaluronsäure, Glycerin oder Allantoin. Auch Ceramide sind gute Wirkstoffpartner, da Urea Feuchtigkeit bindet und Ceramide die Hautbarriere schützen, wodurch sie Feuchtigkeitsverlust verhindern. Für eine besonders glättende Wirkung eignet sich außerdem eine Kombination aus Urea und Salicylsäure, die zusammen Verhornungen lösen, abgestorbene Hautzellen entfernen und der Haut ein weiches, glattes Erscheinungsbild verleihen können.
  • WORIN IST UREA ENTHALTEN?

    Aufgrund seiner feuchtigkeitsspendenden und juckreizlindernden Wirkung ist Urea in einer Vielzahl von Feuchtigkeitscremes, Körperlotionen, Hand- und Fußcremes sowie in Haarpflegeprodukten für trockene Haut und Kopfhaut enthalten. Shampoos und Fußcremes mit Urea profitieren besonders von seiner schuppen- und hornlösenden Eigenschaften, durch die Hornhaut an den Füßen oder Schuppen an der Kopfhaut behandelt werden können.
  • EIGNET SICH UREA FÜR DIE KÖRPERPFLEGE?

    Ja, eine Urea-Creme eignet sich für die Anwendung am gesamten Körper und spendet besonders bei der Pflege von trockener, rauer und schuppiger Haut wichtige Feuchtigkeit. Zusätzlich helfen höherprozentige Körpercremes mit Urea dabei, Verhornungen aufzuweichen und so zum Beispiel hartnäckige Hornhaut an Händen oder Füßen zu lösen.
  • HAT UREA NEBENWIRKUNGEN?

    Nein, Urea hat keine bekannten Nebenwirkungen und wird daher oft für Menschen mit empfindlicher Haut empfohlen. Der Wirkstoff ist jedoch nicht für kleine Kinder unter 2 Jahren geeignet und kann bei diesen schnell Hautreizungen verursachen. Bei höheren Konzentrationen von über 10 % kann Urea auch bei Erwachsenen mit empfindlicher Haut Irritationen hervorrufen und sollte nicht auf offene Hautstellen aufgetragen werden.
  • IST UREA DAS GLEICHE WIE HARNSTOFF?

    Keine Sorge: Während Urea vom Körper auf natürliche Weise zwar durch Urin und Schweiß ausgeschieden wird, wird der Wirkstoff für die Nutzung in Hautpflegeprodukten wie Cremes und Salben inzwischen künstlich hergestellt. Dort werden Kohlendioxid und Ammoniak in einem chemischen Prozess unter hoher Temperatur und hohem Druck verbunden. Dabei entsteht synthetisches Urea, welches rein, sicher und quasi identisch mit dem körpereigenen Harnstoff ist.
  • HAT UREA NEBENWIRKUNGEN?

    Urea eignet sich je nach Konzentration für verschiedene Hautbedürfnisse:

    3–10 %: Geeignet für die tägliche Feuchtigkeitspflege

    10–20 %: Geeignet als schuppenlösende Feuchtigkeitspflege für sehr trockene, schuppige und juckende Haut sowie bei Ekzemen, Schuppenflechte und leichten Verhornungen an Ellenbogen und Knien

    20–30 %: Geeignet für starke Verhornungen wie z. B. Reibeisenhaut, Hornhaut, Hühneraugen und Schwielen

    30–40+ %: Geeignet bei extremer Verhornung und bei Nagelpilz zum einfachen Ablösen des erkrankten Nagels

  • WAS BEDEUTET NMF?

    NMF (engl. „Natural Moisturizing Factors“) sind die natürlichen Feuchthaltefaktoren der Haut und umfassen körpereigene, wasserliebende Stoffe, die den Feuchtigkeitsgehalt der Haut regulieren und dadurch die Hautbarriere stärken. Zu den NMF gehören unter anderem Aminosäuren, Milchsäure, Hyaluronsäure, Glycerin und Urea, wobei alle Feuchthaltefaktoren unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Dabei bindet Urea Feuchtigkeit und besitzt glättende und hornlösende Eigenschaften.

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